Neues Umsatzsteuergesetz in Spanien

Neues Umsatzsteuergesetz in Spanien

09.01.2014

Für alle diejenigen, die in Kontakt mit spanischen Firmen stehen, ist es sicher von Interesse, dass ab dem 1. Januar 2014 in Spanien ein neues USt-Gesetz in Kraft tritt. Dieses Gesetz, das in Spanien zur Unterstützung der Kleinunternehmer dienen soll, gibt es bereits in vielen anderen europäischen Ländern, in Deutschland ist es zum Beispiel als Ist-Versteuerung bekannt.

Diejenigen, die diese Sonderregelung in Anspruch nehmen, berechnen die an das Finanzamt abzuführende Umsatzsteuer nach den tatsächlich vereinnahmten Entgelten. Bei der üblichen USt-Versteuerung (Soll-Versteuerung) sind dagegen die vereinbarten Entgelte relevant, unabhängig davon, ob die Rechnung bezahlt wurde oder nicht.

Was gilt es, bei der Buchführung deutscher und europäischer Firmen in Bezug auf dieses neue Gesetz zu beachten?

Für alle Firmen die eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (kurz USt-IdNr.) besitzen, bleibt alles beim Alten, die Rechnung beinhaltet keine USt, es ist also unwichtig, ob die spanische Firma eine Ist-Versteuerung oder eine Soll-Versteuerung führt.

Und was passiert, wenn meine Firma eine Filiale in Spanien hat?

Für alle Firmen, die in Spanien Steuern zahlen und Dienstleistungen oder Produkte von Firmen abnehmen, die diese Sonderregelung in Anspruch genommen haben, bedeutet das, dass die Rechnung auf Basis des Zahlungszeitpunkts erfolgt, selbst, wenn sie eigentlich nach der Soll-Versteuerung Arbeiten.


Weitere Information über dieses Gesetz finden Sie im spanischen Amtsblatt (Boletín Oficial del Estado) unter folgender Adresse (nur auf Spanish):
www.boe.es/boe/dias/2013/09/28/pdfs/BOE-A-2013-10074.pdf